Ödön von Horváth

Horváth, Ödön von, 9. 12. 1901 Fiume – 1. 6. 1938 Paris. Diplomatensohn aus ungar. Kleinadel. Jugend in Belgrad, Budapest, München, Preßburg, Wien; 1919 Stud. Philos., Germanistik, Theaterwiss. München, 1923 freier Schriftsteller in Murnau/Staffelsee, 1924 Berlin (M. Reinhardt, G. Gründgens); emigrierte 1934 nach Wien und Henndorf b. Salzburg, 1938 über Budapest, Prag, Zürich, Amsterdam nach Paris; auf den Champs Elyse´es von stürzendem Ast erschlagen. – Gesellschafts- und moralkrit. Dramatiker und Erzähler vom realist. Stil mit e. zwischen aufgelockertem Humor, moral. Ernst und bitterer Satire spielenden Grundstimmung. Pädagog. aufklärer. Zeit- und Volksstücke aus dem Alltagsleben einfacher Leute demaskieren falsches Bewußtsein, moral. Fehlhaltungen und hintergründige Bösartigkeit des Kleinbürgertums in scharf gezeichneten Figuren innerhalb e. fast naturalist. Milieus bis hin zur tragikom. Groteske. Romane über das Wesen der Diktatur. Starke Wirkung auf das mod. Volksstück.

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Jugend ohne Gott

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