Stahl, Enno

Die Sprache der Neuen Rechten

Populistische Rhetorik und Strategien

Eine bedenkliche Aggressivität im verbalen Umgang, eine Abstumpfung gegenüber Gewalt und dem tragischen Schicksal anderer treten immer deutlicher zu Tage – es sind dies Reflexe, die gerade die Politiker und Politikerinnen der Neuen Rechten gerne und ausgiebig bedienen. In Internetforen und sozialen Netzwerken, den »digitalen Stammtischen« von Facebook, Twitter und Co., nehmen die Menschen kein Blatt mehr vor den Mund; zunehmend sind hier brutale, menschenverachtende und volksverhetzende Sprachausfälle zu verzeichnen, die einen angst und bange werden lassen. Womöglich ist das rechte Lager bereits dabei, den Boden zu bereiten, auch wenn heute noch nicht so viel auf eine neuerliche Machtübernahme von rechts hinweist. Doch damit rechnete vor 86 Jahren auch niemand. Daher ist es wichtig, die Sprachbilder der Neuen Rechten und die dahinterstehenden Denktraditionen zu dokumentieren und zu durchleuchten. Komplexe Kausalzusammenhänge haben dazu geführt, dass es so weit hat kommen können. Dieser Essay möchte einige davon nennen und die Bedingungen analysieren, die diese Entwicklung begünstigten. Was man dagegen tun kann? Der Essay schließt mit einigen Hinweisen zur Strategie im Handeln gegen Rechts.

Hinweis:
Auf S. 131 des Buches „Die Sprache der Neuen Rechten“ findet sich die Aussage, Felix Menzel sei »Mitglied der Identitären Bewegung«. Um Missverständnisse zu vermeiden, möchten wir dazu klarstellen: Felix Menzel ist nie Mitglied der ›Identitären Bewegung Deutschland e.V.‹ oder eines anderen Vereins der Bewegung gewesen. ›Mitglied‹ ist hier im weiteren Sinne des Wortgebrauchs zu verstehen als Sympathisant einer Bewegung, die in vielen Ländern Europas aktiv ist und der verschiedene Vereine und Organisationen angehören bzw. zugerechnet werden.

1. Auflage 2019, 208 Seiten, Broschur, 239 g
ISBN 978-3-520-72101-3

sofort lieferbar

14,90 EUR (inkl. MwSt.)

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