Zelter, Joachim

Die Verabschiebung

Roman

Edition Klöpfer

Eigentlich könnte alles gut sein zwischen Julia und Faizan. Seit einigen Wochen sind die beiden ein Liebespaar – wenn Faizan denn nur in diesem Land bleiben dürfte. Als Asylbewerber aus Pakistan sind seine Chancen auf ein Hierbleiben gleich null. Und so entschließt sich Julia, ihren Freund zu heiraten, obgleich sie eigentlich niemals und unter keinen Umständen jemals heiraten wollte. Doch wenn sie geglaubt hat, dass mit einer Ehe nun alles gut wird, hat sie sich geirrt.
Beklemmend-spannend erzählt Joachim Zelter von der End- und Aussichtslosigkeit eines Asylverfahrens, wo auch eine Ehe kein hinreichender Grund mehr für irgendetwas ist. Sein Roman beschreibt einen kafkaesk-kalten Kosmos akribischen Rechts, in dem die beteiligten Menschen – in einem endlosen Kraftakt – immer mehr an Autonomie und Substanz verlieren, bis kaum mehr etwas von ihnen übrig ist. Menschenwürde? Sie erweist sich in Zelters neuem Roman zunehmend als Konjunktiv.

»Genau darin liegt die Meisterschaft des Erzählers Joachim Zelter. Dass er Spannungsbögen und Pointen millimetergenau setzen kann. Dass er das typisch Menschliche, Endliche, Tragische aufspürt.«
Süddeutsche Zeitung

»Ein genialer Erzähler und Vorlesekünstler!«
Südwestrundfunk

1. Auflage 2021, 168 Seiten, Halbleinen, 220 g
Erscheinungsdatum: 01.03.2021,
ISBN 978-3-520-75201-7

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